EthicaDB •   Publicación numérica y multilingue de la Ética de Spinoza

propositio 53

Pars 3, prop 53
Latin | Appuhn - fr | Elwes - en | Peri - it | Suchtelen - nl | Peña - es | Pautrat - fr | Misrahi - fr     infra (3)  |  arriba ^

Wenn der Geist sich selbst und sein Tätigkeitsvermögen betrachtet, empfindet er Lust; und um so mehr, je deutlicher er sich und sein Tätigkeitsvermögen vorstellt.

Cum mens se ipsam suamque agendi potentiam contemplatur, laetatur et eo magis quo se suamque agendi potentiam distinctius imaginatur.

Cum mens se ipsam suamque agendi potentiam contemplatur, laetatur et eo magis quo se suamque agendi potentiam distinctius imaginatur.

Quand l'Âme se considère elle-même et considère sa puissance d'agir, elle est joyeuse ; et d'autant plus qu'elle s'imagine elle-même et imagine sa puissance d'agir plus distinctement. (Appuhn - fr)

When the mind regards itself and its own power of activity, it feels pleasure: and that pleasure is greater in proportion to the distinctness wherewith it conceives itself and its own power of activity. (Elwes - en)

Quando la Mente considera se stessa e la sua potenza d'agire si allieta; e ciò tanto più, quanto più distintamente essa immagina se stessa e la sua potenza d'agire. (Peri - it)

Wanneer de Geest zichzelf en zijn macht tot handelen beschouwt, verblijdt hij zich en dat des te meer, naarmate hij zich die macht tot handelen duidelijker voorstelt. (Suchtelen - nl)

Cuando el alma se considera a sí misma y considera su potencia de obrar, se alegra, y tanto más cuanto con mayor distinción se imagina a sí misma e imagina su potencia de obrar. (Peña - es)

Quand l'Esprit se contemple lui-même, ainsi que sa puissance d'agir, il est joyeux, et d'autant plus qu'il s'imagine plus distinctement, ainsi que sa puissance d'agir. (Pautrat - fr)

Lorsque l'Esprit se considère lui-même, ainsi que sa puissance d'agir, il se réjouit, et cela d'autant plus qu'il s'imagine plus distinctement lui-même ainsi que sa puissance d'agir. (Misrahi - fr)

demonstratio por 2, prop 19  |  2, prop 23  |  3, prop 11, sc 

Latin | Appuhn - fr | Elwes - en | Peri - it | Suchtelen - nl | Peña - es | Misrahi - fr

3, prop 53, demo  - Der Mensch kennt sich selbst nur durch die Erregung seines Körpers und die Ideen derselben (nach dem Lehrsatz 19 und 23, Teil 2). Wenn es also geschieht, daß der Geist sich selbst. betrachten kann, so wird angenommen, daß er eben dadurch zu größerer Vollkommenheit übergeht, d.h. (nach Anmerkung zu Lehrsatz 11 dieses Teils), daß er von Lust erregt wird; und um so mehr, je deutlicher er sich und sein Tätigkeitsvermögen vorstellen kann. -W.z.b.w.

3, prop 53, demo  - Homo se ipsum non cognoscit nisi per affectiones sui corporis earumque ideas (per propositiones 19 et 23 partis II). Cum ergo fit ut mens se ipsam possit contemplari, eo ipso ad majorem perfectionem transire hoc est (per scholium propositionis 11 hujus) laetitia affici supponitur et eo majore quo se suamque agendi potentiam distinctius imaginari potest. Q.E.D.

3, prop 53, demo  - L'homme ne se connaît pas lui-même, sinon par les affections de son Corps et leurs idées (Prop. 19 et 23, p. II). Quand donc il arrive que l'Âme peut se considérer elle-même, par cela même elle est supposée passer à une perfection plus grande, c'est-à-dire (Scolie de la Prop. 11) elle est supposée être affectée de Joie, et d'autant plus qu'elle s'imagine elle-même et imagine sa puissance d'agir plus distinctement. C.Q.F.D. (Appuhn - fr)

3, prop 53, demo  - A man does not know himself except through the modifications of his body, and the ideas thereof (II. xix. and xxiii.). When, therefore, the mind is able to contemplate itself, it is thereby assumed to pass to a greater perfection, or (III. xi. note) to feel pleasure; and the pleasure will be greater in proportion to the distinctness, wherewith it is able to conceive itself and its own power of activity. Q.E.D.
(Elwes - en)

3, prop 53, demo  - L'Uomo non conosce se stesso se non mediante le affezioni del suo Corpo e le idee delle affezioni stesse. Quando dunque accade che la Mente possa considerare se stessa, per ciò stesso si suppone che essa passi ad una perfezione maggiore, cioè che essa provi Letizia: e una Letizia tanto maggiore quanto più distintamente la Mente può immaginare se stessa e la sua potenza d'agire. (P. II, Prop. 19 e 23; P. III, Chiarim. d. Prop. 11). (Peri - it)

3, prop 53, demo  - De mensch kent zichzelf niet, dan alleen (vlg. St. XIX en XXIII D. II) door de inwerkingen op zijn Lichaam en de voorstellingen daarvan. Wanneer het geval dus wil dat de Geest zichzelf [en zijn macht tot handelen] kan beschouwen, wordt hiermede tevens ondersteld dat hij tot grootere volmaaktheid overgaat, d.w.z. (vlg. Opmerking St. XI v.d. D.) dat hij verblijd wordt en wel des te meer naarmate hij zich zichzelf en zijn macht tot handelen duidelijker kan voorstellen. H.t.b.w. (Suchtelen - nl)

3, prop 53, demo  - El hombre no se conoce a sí mismo sino a través de las afecciones de su cuerpo y las ideas de éstas (por las Proposiciones 19 y 23 de la Parte II). Luego, cuando sucede que el alma puede considerarse a sí misma, se supone inmediatamente que pasa a una perfección mayor, esto es (por el Escolio de la Proposición 11 de esta Parte), se supone que es afectada de alegría, y tanto mayor cuanto con mayor distinción puede imaginarse a sí misma e imaginar su potencia de obrar. Q.E.D. (Peña - es)

3, prop 53, demo  - L'homme ne se connaît lui-même que par les affections du Corps et leurs idées (par les Propositions 19 et 23, Partie II). Quand donc il arrive que l'Esprit puisse se considérer lui-même, on suppose par là même qu'il passe à une perfection plus grande, c'est-à-dire (par le Scolie de la Proposition 11) qu'il est affecté de Joie, et cela d'autant plus qu'il s'imagine plus distinctement lui-même, ainsi que sa puissance d'agir. C.Q.F.D. (Misrahi - fr)

2, prop 19 - Der menschliche Geist erkennt den (eigenen) menschlichen Körper und weiß, daß er existiert, nur durch die Ideen der Erregungen, womit der Körper erregt wird.

2, prop 23 - Der Geist erkennt sich selbst nur, sofern er die Ideen der Körpererregungen erfaßt

3, prop 11, sc  - Wir sehen daher, daß der Geist große Veränderungen erleiden und bald zu größerer, bald zu geringerer Vollkommenheit übergehen kann. Diese Leiden erklären uns die Affekte der Lust und Unlust. Unter Lust verstehe ich daher im nachstehenden ein Leiden, durch welches der Geist zu größerer Vollkommenheit übergeht; unter Unlust dagegen ein Leiden, durch welches der Geist zu geringerer Vollkommenheit übergeht. Ferner nenne ich den Affekt der Lust, der sich auf Geist und Körper zugleich bezieht, Wollust oder Wohlbehagen; den Affekt der Unlust aber Schmerzoder Mißbehagen. Doch ist zu bemerken, daß Wollust
und Schmerz auf den Menschen bezogen werden, wenn einer seiner Teile mehr als die übrigen erregt ist, Wohlbehagen und Mißbehagen aber, wenn alle gleichmäßig erregt sind. Was ferner Begierde ist, habe ich in der Anmerkung zu Lehrsatz 9 dieses Teils erklärt. Außer diesen dreien erkenne ich keinen Haupteffekt an; und ich werde im folgenden zeigen, daß alle übrigen aus diesen dreien entstehen. Bevor ich aber weitergehe, möchte ich den 10. Lehrsatz dieses Teils ausführlicher erläutern, um besser verständlich zu machen, auf welcheWeise eine Idee mit einer andern inWiderspruch steht. In der Anmerkung zu Lehrsatz 17, Teil 2, habe ich gezeigt, daß die Idee, welche dasWesen des Geistes ausmacht, die Existenz des Körpers so lange in sich schließt, als der Körper selbst existiert. Ferner folgt aus dem, was ich im Zusatz zu Lehrsatz 8, Teil 2, und in dessen Anmerkung ausgeführt habe, daß die gegenwärtige Existenz unseres Geistes davon allein abhängt, daß der Geist die wirkliche Existenz des Körpers in sich schließt. Endlich habe ich gezeigt, daß das Vermögen des Geistes, wodurch er die Dinge vorstellt und sich ihrer erinnert, auch davon abhängt (s. die Lehrsätze 17 und 18 des 2. Teils mit der Anmerkung), daß er die wirkliche Existenz des Körpers insich schließt. Hieraus folgt, daß die gegenwärtige Existenz des Geistes und sein Vorstellungsvermögen aufgehoben wird, sobald der Geist die gegenwärtige Existenz des Körpers zu bejahen aufhört. Die Ursache aber, weshalb der Geist diese Existenz des Körpers zu bejahen aufhört, kann nicht der Geist selbst sein (nach Lehrsatz 4 dieses Teils). Auch daß der Körper zu sein aufhört, kann nicht die Ursache sein. Denn (nach Lehrsatz 6, Teil 2) ist die Ursache, weshalb der Geist die Existenz des Körpers bejaht, nicht die, daß der Körper zu existieren angefangen hat; somit hört er, aus demselben Grunde, nicht auf, die Existenz des Körpers zu bejahen, weil der Körper zu sein aufhört. Dies rührt vielmehr (nach Lehrsatz 17, Teil 2) von einer andern Idee her, welche die gegenwärtige Existenz unseres Körpers und folglich auch unseres Geistes ausschließt und welche mithin mit der Idee, welche dasWesen unsres Geistes ausmacht, imWiderspruch steht.

corollarium por 3, prop 29, sc   |  3, prop 27

Latin | Appuhn - fr | Elwes - en | Peri - it | Suchtelen - nl | Peña - es | Misrahi - fr     infra (2)

3, prop 53, cor  - Diese Lust wird mehr und mehr genährt, je mehr der Mensch sich von andern gelobt vorstellt. Denn je mehr er sich von andern gelobt vorstellt, um so stärker stellt er sich die Lust vor von welcher andre durch ihn erregt werden, und zwar in Verbindung mit der Idee seiner selbst (nach Anmerkung zu Lehrsatz 29 dieses Teils). Daher wird er selbst (nach Lehrsatz 27 dieses Teils) von stärkerer Lust, verbunden mit der Idee seiner selbst, erfüllt. -W.z.b.w.

3, prop 53, cor  - Haec laetitia magis magisque fovetur quo magis homo se ab aliis laudari imaginatur. Nam quo magis se ab aliis laudari imaginatur eo majore laetitia alios ab ipso affici imaginatur idque concomitante idea sui (per scholium propositionis 29 hujus) atque adeo (per propositionem 27 hujus) ipse majore laetitia concomitante idea sui afficitur. Q.E.D.

3, prop 53, cor  - Cette joie est de plus en plus alimentée à mesure que l'homme imagine davantage qu'il est loué par d'autres. Car plus il imagine qu'il est loué par d'autres, plus grande est la Joie dont il imagine que les autres sont affectés par lui, et cela avec l'accompagnement de l'idée de lui-même (Scolie de la Prop. 29) ; et ainsi (Prop. 27) lui-même est affecté d'une Joie plus grande qu'accompagne l'idée de lui-même. (Appuhn - fr)

3, prop 53, cor  - This pleasure is fostered more and more, in proportion as a man conceives himself to be praised by others. For the more he conceives himself as praised by others, the more will he imagine them to be affected with pleasure, accompanied by the idea of himself (III. xxix. note); thus he is (III. xxvii.) himself affected with greater pleasure, accompanied by the idea of himself. Q.E.D. (Elwes - en)

3, prop 53, cor  - Questo sentimento di Letizia è moltissimo favorito, negli umani, dall'immaginare di esser lodati da altri. Quanto più, infatti, qualcuno immagina d'esser lodato dagli altri, tanto maggiore è la Letizia che egli immagina provata dagli altri per cagion sua, cioè accompagnata dall'idea di lui stesso: e quindi egli prova una Letizia maggiore, e accompagnata dall'idea di se stesso. (P. III. Prop. 27; Chiarim. d. Prop. 29). (Peri - it)

3, prop 53, cor  - Deze Blijheid wordt steeds meer aangewakkerd, hoe meer men zich voorstelt door anderen geprezen te worden. Immers hoe meer men zich voorstelt door anderen geprezen te worden, hoe grooter Blijheid men zich voorstelt zelf dien anderen te bereiden en dat wel (vlg. Opmerking St. XXIX v.d. D.) vergezeld door de gedachte aan zichzelf. Derhalve zal men (vlg. St. XXVII v.d. D.) ook zelf grooter Blijheid, vergezeld door de gedachte aan zichzelf, gevoelen. H.t.b.w. (Suchtelen - nl)

3, prop 53, cor  - Esta alegría es tanto más alentada cuanto más alabado por los otros se imagina el hombre. Pues cuanto más se imagina alabado por los otros, de tanto mayor alegría imagina que los afecta, alegría acompañada por la idea de sí mismo (por el Escolio de la Proposición 29 de esta Parte), y así (por la Proposición 27 de esta Parte) él resulta afectado por una alegría mayor, acompañada por la idea de sí mismo. Q.E.D. (Peña - es)

3, prop 53, cor  - Plus l'homme s'imagine être loué par les autres, plus cette Joie est favorisée. Car plus il imagine qu'il est loué par les autres, plus grande est la Joie dont il imagine que les autres sont affectés par lui, ayant en même temps l'idée de lui-même (par le Scolie de la Proposition 29) ; et ainsi (par la Proposition 27) il est affecté lui-même d'une Joie plus grande qu'accompagne l'idée de lui-même. (Misrahi - fr)

utilizado por : 3, prop 55, cor 1  |  4, prop 52, sc 

3, prop 29, sc  - Dieses Bestreben, etwas zu tun wie auch zu unterlassen, bloß aus dem Grunde, damit wir den Menschen gefallen, heißt Ehrgeiz, besonders wenn wir so übermäßig der Menge zu gefallen streben, daß wir etwas tun oder unterlassen, selbst wenn es uns oder andern zum Schaden gereicht; andernfalls pflegt man es Menschenfreundlichkeit zu nennen. Die Lust, womit wir uns die Tat eines andern vorstellen, mit welcher er uns zu erfreuen bestrebt war, nenne ich Lob; die Unlust dagegen, womit wir die Tat eines andern mißbilligen, nenne ich Tadel.

3, prop 27 - Wenn wir einen Gegenstand unseresgleichen, für den wir keinen Affekt empfinden, von irgendeinem Affekt erregt vorstellen, so werden wir eben dadurch von dem gleichen Affekt erregt.

utilizado por : 3, prop 58, demo   |  3, aff def 27, expl  |  5, prop 15, demo 

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