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propositio 44

Pars 3, prop 44
Latin | Appuhn - fr | Elwes - en | Peri - it | Suchtelen - nl | Peña - es | Pautrat - fr | Misrahi - fr     infra (1)  |  haut ^

Der Haß, welcher durch Liebe gänzlich besiegt wird, geht in Liebe über; und die Liebe ist dann stärker, als wenn ihr der Haß nicht vorausgegangen wäre.

Odium quod amore plane vincitur in amorem transit et amor propterea major est quam si odium non praecessisset.

Odium quod amore plane vincitur in amorem transit et amor propterea major est quam si odium non praecessisset.

La Haine qui est entièrement vaincue par l'Amour se change en Amour, et l'Amour est pour cette raison plus grand que si la Haine n'eût pas précédé. (Appuhn - fr)

Hatred which is completely vanquished by love passes into love: and love is thereupon greater than if hatred had not preceded it. (Elwes - en)

L'Odio che è interamente vinto dall'Amore diventa esso stesso Amore; e l'Amore così originato è maggiore che se in precedenza non fosse stato Odio. (Peri - it)

Haat, welke door Liefde geheel wordt overwonnen, gaat in Liefde over en deze Liefde zal grooter zijn dan wanneer geen Haat haar ware vooraf gegaan. (Suchtelen - nl)

El odio que es completamente vencido por el amor, se trueca en amor; y ese amor es por ello más grande que si el odio no lo hubiera precedido. (Peña - es)

La Haine entièrement défaite par l'Amour se change en Amour ; et l'Amour, pour cela, est plus grand que si la Haine ne l'avait pas précédé. (Pautrat - fr)

La Haine qui est totalement vaincue par l'Amour se change en Amour ; et cet Amour est par là plus grand que si la Haine ne l'avait précédé. (Misrahi - fr)

demonstratio par 3, prop 38  |  3, prop 13, sc   |  3, prop 28  |  3, prop 21  |  3, prop 37  |  3, prop 33  |  3, prop 13, cor   |  3, prop 23  |  3, prop 11, sc 

Latin | Appuhn - fr | Elwes - en | Peri - it | Suchtelen - nl | Peña - es | Misrahi - fr

3, prop 44, demo  - Derselbe wird ebenso geführt wie der des 38. Lehrsatzes dieses Teils. Denn wer einen Gegenstand, den er haßt oder den er mit Unlust zu betrachten pflegte, zu lieben anfängt, empfindet schon dadurch Lust, daß er liebt. Zu dieser Lust, welche die Liebe in sich schließt (s. deren Definition in der Anmerkung zu Lehrsatz 13 dieses Teils), kommt noch jene hinzu, welche daraus entspringt, daß das Bestreben, die Unlust zu entfernen, welche der Haß in sich schließt (wie in Lehrsatz 37 dieses Teils gezeigt wurde), sehr gefördert wird, in Verbindung mit der Idee desjenigen, den man gehaßt hatte, als Ursache.

3, prop 44, demo  - Eodem modo procedit ac propositionis 38 hujus. Nam qui rem quam odit sive quam cum tristitia contemplari solebat, amare incipit, eo ipso quod amat, laetatur et huic laetitiae quam amor involvit (vide ejus definitionem in scholio propositionis 13 hujus) illa etiam accedit quae ex eo oritur quod conatus amovendi tristitiam quam odium involvit (ut in propositione 37 hujus ostendimus) prorsus juvatur concomitante idea ejus quem odio habuit tanquam causa.

3, prop 44, demo  - On procède comme pour démontrer la Proposition 38. Qui commence d'aimer en effet la chose qu'il hait, ou a accoutumé de considérer avec Tristesse, il sera joyeux par cela même qu'il aime, et à cette Joie qu'enveloppe l'Amour (Voir sa Déf. dans le Scolie de la Prop. 13), s'ajoute celle qui naît de ce que l'effort pour écarter la Tristesse enveloppée dans la Haine (comme nous l'avons montré dans la Prop. 37) est entièrement secondé, avec accompagnement comme cause de l'idée de celui qu'on avait en haine. (Appuhn - fr)

3, prop 44, demo  - The proof proceeds in the same way as Prop. xxxviii. of this Part: for he who begins to love a thing, which he was wont to hate or regard with pain, from the very fact of loving, feels pleasure. To this pleasure involved in love is added the pleasure arising from aid given to the endeavour to remove the pain involved in hatred (III. xxxvii.), accompanied by the idea of the former object of hatred as cause. (Elwes - en)

3, prop 44, demo  - Vale quanto detto nella Dimostraz. della Prop. 38 qui sopra. Chi infatti comincia ad amare una cosa che ha avuto in odio, che cioè soleva considerare con Tristezza, per il suo stesso amare si allieta; e a questa Letizia, che l'Amore implica (v. la definizione dell'Amore nel Chiarim. d. Prop. 13 di questa Parte), s'aggiunge quella che sorge dal sentire pienamente assecondato lo sforzo di allontanare la Tristezza implicata dall'Odio (ciò che abbiamo mostrato nella Prop. 37 qui sopra): Letizia addizionale di cui il soggetto riconosce la causa nell'idea (concomitante) di colui. che egli aveva in odio. (Peri - it)

3, prop 44, demo  - Het bewijs wordt op dezelfde wijze gevoerd als dat van Stelling XXXVIII van dit Deel. Immers wie een wezen, dat hij haat of dat hij met Droefheid placht te beschouwen, lief krijgt, verblijdt zich reeds door het feit zelf dat hij liefheeft, en bij deze Blijheid, welke in die Liefde ligt opgesloten (zie de Definitie in Opmerking St. XIII v.d. D.) voegt zich nog die andere, welke geboren wordt uit het feit dat het streven om de Droefheid, welke in den Haat ligt opgesloten (gelijk wij in St. XXXVII v.d. D. hebben aangetoond) te verwijderen, daardoor op zijn beurt gesteund wordt; waarbij hij zich tevens dengene dien hij haat als oorzaak [dier Blijheid] voorstelt. (Suchtelen - nl)

3, prop 44, demo  - Se procede aquí del mismo modo que en la Proposición 38 de esta Parte. En efecto: quien comienza a amar la cosa que odia, o que solía considerar con tristeza, por el hecho mismo de amar se alegra, y a esa alegría implícita en el amor (ver su Definición en el Escolio de la Proposición 13 de esta Parte) se añade, asimismo, la que brota del hecho de que el esfuerzo por apartar la tristeza implícita en el odio (como hemos mostrado en la Proposición 37 de esta Parte) resulta enteramente favorecido, al acompañarle como su causa la idea de aquel a quien odiaba. (Peña - es)

3, prop 44, demo  - On procède de la même façon qu'à la Proposition 38 de cette Partie. Car celui qui commence à aimer l'objet qu'il hait, c'est-à-dire qu'il avait l'habitude de considérer avec Tristesse, se réjouira par cela seul qu'il aime, et à cette Joie que l'Amour enveloppe (voir sa Définition dans le Scolie de la proposition 13) s'ajoute celle qui provient de fait que l'effort pour supprimer la Tristesse que la Haine enveloppe est totalement secondé (comme nous l'avons montré à la Proposition 37), accompagné qu'il est, comme par cause, de l'idée de celui qu'on haïssait. (Misrahi - fr)

3, prop 38 - Wenn jemand einen geliebten Gegenstand zu hassen begonnen hat, so daß die Liebe vollständig verdrängt wird, so wird er denselben, bei gleicher Ursache, stärker hassen, als wenn er ihn niemals geliebt hätte, und zwar um so stärker, je stärker vorher die Liebe gewesen ist.

3, prop 13, sc  - Hieraus ist klar ersichtlich, was Liebe und was Haß ist. Nämlich Liebe ist nichts anderes als Lust, verbunden mit der Idee einer äußern Ursache, und Haß nichts anderes als Unlust, verbunden mit der Idee einer äußern Ursache. -Wir sehen auch, daß der Liebende notwendig bestrebt ist, den geliebten Gegenstand gegenwärtig zu haben und zu erhalten, und daß dagegen der Hassende bestrebt ist, den verhaßten Gegenstand zu entfernen und zu zerstören. Doch hierüber später ausführlicher.

3, prop 28 - Alles, wovon wir uns vorstellen, daß es zur Lust beiträgt, suchen wir zu fördern, um seine Verwirklichung herbeizuführen. Alles hingegen, wovon wir uns vorstellen, daß es jenem widerstrebt oder daß es zur Unlust beiträgt, suchen wir zu entfernen und zu zerstören.

3, prop 21 - Wer sich vorstellt, daß das, was er liebt, mit Lust oder Unlust erregt wird, der wird selbst ebenfalls mit Lust oder Unlust erregt werden; und jeder dieser beiden Affekte wird im Liebenden stärker oder schwächer sein, je nachdem der Affekt in dem geliebten Gegenstand stärker oder schwächer ist.

3, prop 37 - Die Begierde, welche aus Unlust oder Lust, aus Haß oder Liebe entspringt, ist um so stärker, je stärker der Affekt ist.

3, prop 33 - Wenn wir einen Gegenstand unseresgleichen lieben, so suchen wir, soviel wir vermögen, zu bewirken, daß er uns wiederum liebt.

3, prop 13, cor  - Hieraus folgt, daß der Geist abgeneigt sein wird, sich etwas vorzustellen, was sein Vermögen und das des Körpers vermindert oder hemmt.

3, prop 23 - Wer sich vorstellt, daß das, was er haßt, von Unlust erregt ist, wird Lust empfinden. Stellt er sich dagegen vor, daß es von Lust erregt ist, so wird er Unlust empfinden. Und jeder dieser beiden Affekte wird stärker oder schwächer sein, je nachdem der entgegengesetzte Affekt in dem gehaßten Gegenstand stärker oder schwächer ist.

3, prop 11, sc  - Wir sehen daher, daß der Geist große Veränderungen erleiden und bald zu größerer, bald zu geringerer Vollkommenheit übergehen kann. Diese Leiden erklären uns die Affekte der Lust und Unlust. Unter Lust verstehe ich daher im nachstehenden ein Leiden, durch welches der Geist zu größerer Vollkommenheit übergeht; unter Unlust dagegen ein Leiden, durch welches der Geist zu geringerer Vollkommenheit übergeht. Ferner nenne ich den Affekt der Lust, der sich auf Geist und Körper zugleich bezieht, Wollust oder Wohlbehagen; den Affekt der Unlust aber Schmerzoder Mißbehagen. Doch ist zu bemerken, daß Wollust
und Schmerz auf den Menschen bezogen werden, wenn einer seiner Teile mehr als die übrigen erregt ist, Wohlbehagen und Mißbehagen aber, wenn alle gleichmäßig erregt sind. Was ferner Begierde ist, habe ich in der Anmerkung zu Lehrsatz 9 dieses Teils erklärt. Außer diesen dreien erkenne ich keinen Haupteffekt an; und ich werde im folgenden zeigen, daß alle übrigen aus diesen dreien entstehen. Bevor ich aber weitergehe, möchte ich den 10. Lehrsatz dieses Teils ausführlicher erläutern, um besser verständlich zu machen, auf welcheWeise eine Idee mit einer andern inWiderspruch steht. In der Anmerkung zu Lehrsatz 17, Teil 2, habe ich gezeigt, daß die Idee, welche dasWesen des Geistes ausmacht, die Existenz des Körpers so lange in sich schließt, als der Körper selbst existiert. Ferner folgt aus dem, was ich im Zusatz zu Lehrsatz 8, Teil 2, und in dessen Anmerkung ausgeführt habe, daß die gegenwärtige Existenz unseres Geistes davon allein abhängt, daß der Geist die wirkliche Existenz des Körpers in sich schließt. Endlich habe ich gezeigt, daß das Vermögen des Geistes, wodurch er die Dinge vorstellt und sich ihrer erinnert, auch davon abhängt (s. die Lehrsätze 17 und 18 des 2. Teils mit der Anmerkung), daß er die wirkliche Existenz des Körpers insich schließt. Hieraus folgt, daß die gegenwärtige Existenz des Geistes und sein Vorstellungsvermögen aufgehoben wird, sobald der Geist die gegenwärtige Existenz des Körpers zu bejahen aufhört. Die Ursache aber, weshalb der Geist diese Existenz des Körpers zu bejahen aufhört, kann nicht der Geist selbst sein (nach Lehrsatz 4 dieses Teils). Auch daß der Körper zu sein aufhört, kann nicht die Ursache sein. Denn (nach Lehrsatz 6, Teil 2) ist die Ursache, weshalb der Geist die Existenz des Körpers bejaht, nicht die, daß der Körper zu existieren angefangen hat; somit hört er, aus demselben Grunde, nicht auf, die Existenz des Körpers zu bejahen, weil der Körper zu sein aufhört. Dies rührt vielmehr (nach Lehrsatz 17, Teil 2) von einer andern Idee her, welche die gegenwärtige Existenz unseres Körpers und folglich auch unseres Geistes ausschließt und welche mithin mit der Idee, welche dasWesen unsres Geistes ausmacht, imWiderspruch steht.

scholium par 3, prop 6

Latin | Appuhn - fr | Elwes - en | Peri - it | Suchtelen - nl | Peña - es | Misrahi - fr

3, prop 44, sc  - Obgleich sich die Sache so verhält, so wird doch niemand darnach streben, einen Gegenstand zu hassen oder mit Unlust erregt zu werden, nur damit er diese stärkere Lust genieße; d.h., niemand wird in der Hoffnung des Schadenersatzes Schaden zu leiden wünschen, noch wird sich jemand sehnen, krank zu sein in der Hoffnung auf Wiedergenesung. Denn jeder wird immer streben, sein Sein zu erhalten und Unlust, soviel er vermag, zu entfernen. Wäre es indessen denkbar, daß der Mensch die Begierde haben könnte, jemand zu hassen, um ihm nachher mit stärkerer Liebe zugetan zu sein, so müßte er die Begierde, ihn zu hassen, fortwährend haben; denn je stärker der Haß gewesen sein wird, desto stärker wird die Liebe sein, weshalb er fortwährend wünschen müßte, daß der Haß mehr und mehr wachse. Aus demselben Grunde müßte der Mensch auch streben, mehr und mehr krank zu sein, um später die größere Lust derWiedergenesung zu genießen; er würde also immer streben, krank zu sein. Das aber ist (nach Lehrsatz 6 dieses Teils) widersinnig.

3, prop 44, sc  - Quamvis res ita se habeat, nemo tamen conabitur rem aliquam odio habere vel tristitia affici ut majore hac laetitia fruatur hoc est nemo spe damnum recuperandi damnum sibi inferri cupiet nec aegrotare desiderabit spe convalescendi. Nam unusquisque suum esse conservare et tristitiam quantum potest amovere semper conabitur. Quod si contra concipi posset hominem posse cupere aliquem odio habere ut eum postea majore amore prosequatur, tum eundem odio habere semper desiderabit. Nam quo odium majus fuerit, eo amor erit major atque adeo desiderabit semper ut odium magis magisque augeatur et eadem de causa homo magis ac magis aegrotare conabitur ut majore laetitia ex restauranda valetudine postea fruatur atque adeo semper aegrotare conabitur, quod (per propositionem 6 hujus) est absurdum.

3, prop 44, sc  - Bien qu'il en soit ainsi, personne cependant ne fera effort pour avoir quelqu'un en haine ou être affecté de Tristesse, afin de jouir de cette Joie plus grande ; c'est-à-dire personne, dans l'espoir d'un dédommagement, ne désirera se porter dommage à soi-même et ne souhaitera être malade dans l'espoir de guérir. Car chacun s'efforcera toujours de conserver son être et, autant qu'il peut, d'écarter la Tristesse. Que si, au contraire, on pouvait concevoir un homme désirant avoir quelqu'un en haine afin d'éprouver ensuite pour lui un plus grand amour, alors il souhaitera toujours l'avoir en haine. Car plus la Haine aura été grande, plus grand sera l'Amour, et, par suite, il souhaitera toujours que la Haine s'accroisse de plus en plus ; et pour la même cause, un homme s'efforcera de plus en plus d'être malade afin de jouir ensuite d'une plus grande Joie par le rétablissement de sa santé ; il s'efforcera donc d'être malade toujours, ce qui (Prop. 6) est absurde. (Appuhn - fr)

3, prop 44, sc  - Though this be so, no one will endeavour to hate anything, or to be affected with pain, for the sake of enjoying this greater pleasure; that is, no one will desire that he should be injured, in the hope of recovering from the injury, nor long to be ill for the sake of getting well. For everyone will always endeavour to persist in his being, and to ward off pain as far as he can. If the contrary is conceivable, namely, that a man should desire to hate someone, in order that he might love him the more thereafter, he will always desire to hate him. For the strength of the love is in proportion to the strength of the hatred, wherefore the man would desire, that the hatred be continually increased more and more, and, for a similar reason, he would desire to become more and more ill, in order that he might take a greater pleasure in being restored to health: in such a case he would always endeavour to be ill, which (III. vi.) is absurd. (Elwes - en)

3, prop 44, sc  - Sebbene le cose stiano come abbiamo detto or ora, nessuno tuttavia si sforzerà di odiare qualcosa (cioè di patire una Tristezza) per godere poi di questa maggiore Letizia: così come nessuno desidererà di esser danneggiato nella speranza del risarcimento, né desidererà di ammalarsi per poter poi ricuperare la salute: ciascuno infatti si sforzerà sempre di conservare il proprio essere e di rimuovere, per quanto può, la Tristezza. E' possibile figurarsi che qualcuno desìderi odiare qualcun altro per potere poi amarlo di più: ma quel qualcuno, basandosi su questo criterio, finirà in realtà con l'odiare l'altro sempre di più. Se, infatti, quanto maggiore è stato l'Odio, tanto maggiore dovrà essere l'Amore, il soggetto in parola desidererà via via che il suo Odio s'accresca sempre più, senza arrivar mai ad amare cosa del tutto assurda, come se qualcuno, per godere di una sempre maggiore Letizia conseguente alla sua guarigione, cercasse d'ammalarsi sempre più gravemente. (Peri - it)

3, prop 44, sc  - Ofschoon dit werkelijk aldus is, zal toch niemand trachten eenig wezen te haten of te bedroeven alleen om [later] deze grootere Blijheid te genieten. D.w.z. niemand zal uit hoop op schadevergoeding wenschen zich schade te zien toegebracht, noch verlangen ziek te worden uit hoop te genezen. Immers een ieder zal steeds er naar streven zijn bestaan te handhaven en Droefheid zooveel mogelijk uit den weg te ruimen. Indien het daarentegen denkbaar ware dat een mensch kon begeeren een ander te haten om hem later des te meer te kunnen liefhebben, dan zou hij steeds moeten blijven verlangen hem te haten. Want hoe grooter die Haat was, hoe grooter de [er op volgende] Liefde zou zijn en dus zou hij steeds moeten verlangen dat zijn Haat grooter en grooter werd. Om dezelfde reden zou de mensch er dan naar moeten streven steeds zieker te worden om later des te grooter Blijheid wegens het herstel zijner gezondheid te genieten; hij zou dus bij voortduring moeten trachten ziek te zijn, hetgeen (vlg. St. VI v.d. D.) ongerijmd is. (Suchtelen - nl)

3, prop 44, sc  - Aunque ello sea así, con todo, nadie se esforzará por tener odio a alguna cosa, o por ser afectado de tristeza, a fin de disfrutar luego de esa mayor alegría. Es decir, nadie deseará inferirse un daño con la esperanza de resarcirse de él, ni anhelará estar enfermo con la esperanza de convalecer. Pues cada cual se esforzará siempre por conservar su ser y apartar cuanto pueda la tristeza. Si, al contrario, pudiera concebirse que un hombre desease odiar a alguien, a fin de sentir luego por él un amor más grande, entonces anhelaría siempre odiarle. Pues cuanto mayor hubiera sido el odio, tanto mayor sería el amor, y así desearía siempre que el odio aumentase más y más, y por la misma causa se esforzaría un hombre más y más en estar enfermo, a fin de gozar luego de una mayor alegría al recobrar su salud, por lo que siempre se esforzaría en estar enfermo, lo cual (por la Proposición 6 de esta Parte) es absurdo. (Peña - es)

3, prop 44, sc  - Malgré cela, personne ne s'efforcera de haïr quelqu'un ou d'être affecté de Tristesse, dans le but de jouir de cette Joie plus grande. C'est-à-dire que personne ne désirera se nuire à lui-même dans l'espoir d'une compensation, et ne souhaitera la maladie dans l'espoir de la guérison. Car chacun s'efforcera toujours de conserver son être, et, autant qu'il le peut, d'éloigner la Tristesse. Si l'on pouvait concevoir au contraire qu'un homme ait la possibilité de vouloir haïr quelqu'un afin d'éprouver ensuite pour lui un plus grand amour, alors il faut dire qu'il désirerait le haïr toujours. Car plus grande aura été la Haine, plus grand sera l'Amour, et par suite il désirera que la Haine croisse sans cesse ; pour la même raison, un homme s'efforcera d'être de plus en plus malade pour ensuite jouir par son rétablissement d'une plus grande Joie ; il s'efforcera donc d'être toujours malade, ce qui (par la Proposition 6) est absurde. (Misrahi - fr)

3, prop 6 - Jedes Ding strebt, soweit es in sich ist, in seinem Sein zu verharren.

utilisé(e) par : 4, prop 46, demo 

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